Gesundheit - Pflege - Ortsgruppe Zürich - Schweizerischer Dachshund-Club

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Gesundheit - Pflege

Über uns > Der Dackel

  

    "Typische"      
            Dackelkrankheiten

     Pflege des Dackels

     Die Verwendung von    
     Tragtaschen   

     Erziehung

     Beschäftigung

     Kontakte zu Artgenossen

     Lesen der Körpersprache
Allgemeines
Dackel sind ausgesprochen robuste Hunde. Als Jagdhunde haben sie ein reduziertes Schmerzempfinden und sind sehr hart im Nehmen. Wind und Wetter macht ihnen nicht viel aus. Allerdings neigen manche Dackel dazu, sich für so süss zu halten, dass sie glauben, sie würden bei Regen zu einer Zuckerlache schmelzen. Dementsprechend sträuben sie sich dagegen, das schützende Heim zu verlassen. Es ist Sache ihres Meisters, ihnen sanft, aber nachdrücklich klarzumachen, dass sie NICHT aus Zucker sind und der Spaziergang trotz Regens nicht ausfällt. Dackel haben eine gute Kondition und machen auch stundenlange Wanderungen problemlos mit. Kurze Beine sind kein Grund, um sie zu verzärteln.

"Typische" Dackelkrankheiten
Obwohl Dackel bei guter Gesundheit ein hohes Alter erreichen können - sie werden normalerweise 14 Jahre alt und älter - gehören sie zu den Hunderassen, die überdurchschnittlich häufig mit Rückenproblemen zu kämpfen haben. Es bedeutet aber nicht, dass VIELE Dackel Rückenprobleme hätten. Die grosse Mehrheit aller Dackel bleibt ein Leben lang von Rückenproblemen verschont. Die berühmte, im Volksmund als "Dackellähmung" bekannte Krankheit ist im Prinzip ein Bandscheibenvorfall.

Als Dackelbesitzer können Sie einiges dazu beitragen, Ihren Dackel gesund zu halten. Die Wirbelsäule wird durch die Rückenmuskulatur gestützt, und eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur verringert das Risiko für einen Bandscheibenvorfall. Sie brauchen nicht einmal ein Abo im Hundefitnessstudio zu lösen: Es genügt, Ihrem Dackel ausreichend Bewegung zu verschaffen! Durch regelmässige Spaziergänge, kurze und längere Wanderungen wird die Muskulatur des Dackels trainiert und gestärkt. Auch Treppensteigen ist nicht verboten!
In der Beilage finden Sie die Zusammenfassung eines diesbezüglichen Vortrages von Prof. Dr.med.vet. Frank Steffen mit dem Thema "Fakten und Mythen zum Bandscheibenvorfall beim Dackel", den er anlässlich unseres Dackeltreffs vom 16. Juni 2018 auf den Etzel gehalten hat.

Falls es trotz aller Vorbeugung zu einem Bandscheibenvorfall kommen sollte, ist dies klar ein medizinischer Notfall. Kontaktieren Sie sofort Ihre Tierarztpraxis und lassen Sie sich nicht abwimmeln und auf den nächsten Tag vertrösten! Bestehen Sie darauf, so schnell wie möglich, aber auf jeden Fall noch am gleichen Tag einen Termin zu bekommen.

Pflege des Dackels
Dackel sind sehr pflegeleichte Hunde. Langhaardackel müssen regelmässig gebürstet, Rauhaardackel gelegentlich getrimmt werden. Dackel haaren aber vergleichsweise wenig, und anders als andere Hunderassen riechen sie nicht streng, wenn sie nass geworden sind. Der Nachteil für Sie ist, dass Sie keine Ausrede haben, um auf Spaziergänge im Regen zu verzichten. Ein Dackel, der angemessen ausgeführt wird, ab und zu auch einmal auf Asphaltstrassen, nutzt seine Krallen ab, so dass diese nicht geschnitten werden müssen.

Weitere Themen, die nicht ausser Acht gelassen werden sollten:

Impfungen:
durch den Tierarzt, kombinierte Impfung jährlich, Tollwut alle drei Jahre, in der Schweiz nicht obligatorisch, hingegen anlässlich von Auslandreisen bei der Einreise in die Schweiz.
Krallen schneiden:
sofern nötig: durch den Tierarzt, z.B. anlässlich der jährlichen Impfung
Trimmen:
Bei Rauhaardackeln mit längeren Haaren empfiehlt es sich, das Fell je nach Haarart 1 bis 4 mal im Jahr zu trimmen, z.B. bei Castelmur's mobilem Hundesalon, Tel. 079 297 82 74
Ungeziefer (Zecken u.a.):
Zeckenband, Alternative: Bernstein-Halskette, bzw. homöopathische Mittel, erhältlich z.B. beim Zentrum für Naturheilkunde in 8735 St. Gallenkappeln
Entwurmen:
klassische Methode: Medikamentierung durch den Tierarzt, alle drei Monate eine Tablette. Alternativen: Kotproben in regelmässigen Abständen beim Tierarzt prüfen lassen. Auch homöopathische Mittel, z.B. Parasiten-Ex (beim Zentrum für Naturheilkunde erhältlich).
Zahnsteinprofilaxe:
klassische Methode: Entfernung des Zahnsteins durch den Tierarzt, z.B. anlässlich der  Impfungen, notfalls unter Narkose. Alternative: regelmässige Zahnreinigung mittels Fingerling und spezieller Zahnpasta , erhältlich z.B. bei Qualipet, oder ganz vornehm, eine Ultraschallbürste für Hunde. Ob Ihr Dackel dies allerdings zulässt, bleibe dahingestellt!
Starke Verschmutzung:
Wenn immer möglich ohne Shampoo mit handwarmem Wasser abduschen. Bei stark haftender und/oder übelriechender Verschmutzung ein mildes Shampoo benutzen. Anschliessend gründlich spülen und mit einem Frotteetuch "trocken" reiben.
Gelegentliche Reinigung der Ohren:
vorzugsweise anlässlich der Impfung Kontrolle und Reinigung durch den Tierarzt.
starke Zugluft vermeiden:
wegen des Risikos einer Bindehautentzündung der Augen.
Afterdrüsen:
kontrollieren lassen, wenn der Hund wiederholt mit dem Hinterteil auf dem Boden "Schlitten" fährt.
Gewicht:
Viele Dackel fressen liebend gern und verspeisen alles, was ihnen vor die Schnauze kommt, insbesondere bei kastrierten bzw. sterilisierten Hunden. Und was kommt Ihrem Dackel vor die Schnauze? Das, was Sie ihm geben. Anders ausgedrückt: Sie selbst sind für das Gewicht Ihres Dackels verantwortlich und nicht Ihr Dackel! Und Übergewicht reduziert die Lebensqualität Ihres Dackels ganz erheblich!

Wenn Sie diesen Punkten die notwendige Beachtung schenken, können Sie im Normalfall grössere Probleme in Bezug auf das körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit Ihres Dackels ausschliessen.

Die Verwendung von Tragtaschen
Es ist kein spezifisches Dackelproblem, sondern es betrifft alle Hunde, wonach Welpen und Junghunde bis zu einem Alter von etwa 12 Monaten Gelenkschäden erleiden können, wenn sie zu schnell grössere Distanzen laufen müssen. Falls Sie längere Zeit unterwegs sind, Ihren Jungdackel aber trotzdem mitnehmen möchten, bietet es sich an, eine Tragetasche zu benutzen. Die Tragetasche hat mehrere Vorteile: Zum einen können Sie Ihren Jungdackel dann, wenn seine "Maximallaufleistung" erreicht ist, wieder in die Tasche setzen, so dass seine Gelenke geschont werden. Weiterhin darf er in der Tasche kostenlos im ÖV fahren. Schliesslich bietet die Tasche auch einen geschützten Raum, in welchem sich der junge, noch nicht vollständig sozialisierte Dackel sicher und geborgen fühlt. Es kann also durchaus Sinn machen, für einen Welpen / Junghund eine Tragetasche zu benutzen. Oder auch für einen Senior, der aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr laufen mag.

Wenn der Bewegungsapparat des Dackels genügend ausgereift ist und somit Schäden durch längeres Laufen nicht mehr zu erwarten sind, wenn er umsichtig sozialisiert wurde und die Reize einer Stadt zu bewältigen gelernt hat, dann sollten Sie auf die Tragetasche verzichten, der Gesundheit Ihres Dackels zuliebe!

Psychische Gesundheit
Erziehung
Es genügt nicht, den Dackel physisch gesund zu halten. Sein psychisches Wohlbefinden spielt eine ebenso wichtige Rolle. Damit Ihr Dackel psychisch gesund bleibt, ist es wichtig, seine Bedürfnisse zu kennen und zu respektieren. Das fängt bereits mit der Erziehung an. Es  soll für den Hund selbstverständlich sein, dass sein Meister in jeder Situation auch der Meister ist. Dazu offerieren wir unseren Mitgliedern Erziehungskurse mit einem professionellen Hundetrainer, und führen Begleithundekurse mit den entsprechenden Prüfungen durch. Es kann auch durchaus sinnvoll sein, mit seinem Dackel einen wöchentlichen Treff mit andern Hunderassen zu besuchen, in welchem er lernt, mit fremden Hunden friedlich umzugehen und zu spielen, bzw. verschiedene Übungen inbezug auf Gehorsam, aber auch für Spiel und Spass zu absolvieren.

Beschäftigung
Weiterhin braucht der Dackel, um psychisch gesund zu bleiben, ausreichend geistige Beschäftigung. Dies lässt sich mit wenig Aufwand bewerkstelligen. Im Internet finden Sie zahlreiche Ideen und Anregungen inbezug auf Denkspiele für Hunde. Es genügen 10-15 Minuten täglich, in denen dem Hund knifflige Aufgaben gestellt werden, wobei der Massstab für Kniffligkeit die Wahrnehmung des Hundes ist, nicht Ihre eigenen geistigen Fähigkeiten! Viele dieser Ideen brauchen keine grossen finanziellen Investitionen. Sie müssen also kein eigenes Hundespielzimmer einrichten, auch wenn es sehr viel gutes Denkspielzeug für Hunde zu kaufen gibt, an dem sowohl der Hund als auch sein Meister ihren Spass haben. U.a. gibt es auch viele Möglichkeiten, den Hund beim Spazieren oder auf Wanderungen zusätzlich mit verschiedenen Aufgaben "auszulasten". Wir denken da u.a. auch an die Arbeit mit der Nase des Hundes, z.B. verstecken von Spielzeugen und Futter (in Wiesen oder auch in einem Gitter mit Korkzapfen).

Kontakte zu Artgenossen
Und was braucht der Dackel noch, um glücklich zu sein? Er braucht seinesgleichen. Auch wenn er ganz auf seine Menschen fixiert ist, sind regelmässige Kontakte zu seinen Artgenossen wichtig. Leider gibt es immer mehr Hundehalter, die ihrem Hund praktisch keinen Kontakt mit anderen Hunden erlauben. Sie gehen dann spazieren, wenn sie möglichst keine anderen Hunde treffen, lassen ihren Hund nur dann von der Leine, wenn weit und breit niemand zu sehen ist, und kehren um und gehen einen anderen Weg, wenn ihnen ein fremdes Mensch-Hunde-Gespann entgegenkommt. Da ist es doch gut, dass es den Dackelclub mit seinen verschiedenen Treffs gibt, wo sich unsere Dackel treffen und gemeinsam spielen und austoben können ....

"Lesen" der Körpersprache des Hundes
Im Zusammenhang mit Kontakten zu den Artgenossen ist es wichtig, sich ernsthaft mit dem Hundeverhalten zu beschäftigen und die Körpersprache der Hunde "lesen" zu lernen. Wer die Körpersprache korrekt interpretieren kann, hat es um einiges leichter, das Verhalten von Hunden vorherzusehen und sich entsprechend einzurichten, um gravierende Zwischenfälle zu vermeiden. Vielleicht lässt sich ein allfälliges Problem schon dadurch beheben, dass man den eigenen Hund rechtzeitig an die Leine nimmt. Dies empfiehlt sich namentlich, wenn einem angeleinte Hunde entgegen kommen, oder kleine Kinder oder Personen mit ängstlichen Reaktionen im Nahen sind.
Siehe auch das Kursmanuskript "Verhalten und Körpersprache des Hundes"!

 
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